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BROOMBALL

Genaue Aussagen über die Wurzeln des Broomball zu machen, ist schwer, denn es gibt sehr viele verschiedene Theorien. Die wahrscheinlichste ist aber jene, die uns nach Kanada des frühen 19. Jahrhunderts zurückführt. Damals gingen dort einige Damen mit Besen, Ball und Antirutschstiefeln aufs Eis um diesen Sport auszuüben, der dem Eishockeyspiel sehr ähnlich war. Broomball hatte nicht nur in Kanada Erfolg, sondern verbreitete sich auch langsam über die nationalen Grenzen hinaus.

(siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Broomball)

Postkarte aus dem Jahr 1932 der Damenmannschaft aus Mattawa/Ontario
Der Legende nach haben sich die Frauen so sehr darüber geärgert, dass sie beim Eishockey nicht mitspielen durften, dass sie eine eigene Mannschaft gegründet haben.
Da es damals kein Sportgeschäft um die Ecke gab, in dem sie eine brauchbare Ausrüstung kaufen konnten, haben sie sich mit Gegenständen aus ihrem Haushalt versorgt.
Quelle: http://www.vintagepostcards.org/ (Canada)

Die neuesten Erkenntnisse
Den letzten Recherven zufolge ist Broomball möglicherweise in Fellbach entstanden, oder wurde von Fellbacher Missionaren in weit entlegene Canadische und Nordamerikanische Gebiete gebracht.
Wie dieses erst kürzlich aufgetauchte Bild ebenfalls aus dem Jahr 1932 beweist, gab es schon Anfang der 30er ein Spiel nach den heute bekannten Regeln in Fellbach.

Dieses Bild der "Ur-Glatzen" lässt sich einwandfrei auf das Jahr 1931 datieren, also ein Jahr früher, als alle sonst bekannten Mannschaften oder Spiele aus Canada oder Nord Amerika.
Wie funktioniert Broomball eigentlich?
Broomball wird wie Eishockey auf einer sauberen und von Schnee befreiten Eisfläche gespielt. Die Maße eines offiziellen Spielfeldes betragen 60 x 30 Meter.
Freundschaftsspiele werden oft auf kleineren Spielfeldern ausgetragen, das Spiel wird dadurch schneller und interessanter.

Das Tor:
Die Maße des Tores betragen genau 1,50 x 2,10 Meter und sind zwingend vorgeschrieben. Die Torpfosten müssen rot sein. Der Tormannbereich wird mit einem roten Halbkreis mit einem Durchmesser von 1,80 Metern gekennzeichnet.

Reservebänke:
Jedes Spielfeld muss mit Sitzbänken für die Spieler ausgestattet sein. Da während des Spieles durch einen fliegenden Wechsel ständig die Feldspieler ausgetauscht werden, müssen sich die Bänke so nahe wie möglich an der Mittellinie befinden. Auf der Bank dürfen sich nur die Spieler mit Ausrüstung und drei Leiter des Teams befinden (z.B. der Trainer).

Strafbänke:
Spieler, die gegen die Regeln verstoßen, müssen auf die Strafbank um ihre Strafe (mindestens 2 Minuten) abzusitzen (® siehe Strafen).

Kapitän:
Der Kapitän der Mannschaft und sein Assistent müssen auf ihren Leibchen gut sichtlich ein „C“ bzw. ein „A“ tragen. Dadurch können sie öffentlich die Mannschaft vertreten und den Schiedsrichter um Erklärungen betreffend seiner Interpretation der Spielregeln während des Spieles fragen.

Trainer:
Der Mannschaftstrainer muss vor dem Spiel die Namen und die Nummern aller anwesenden Spieler sowie den Namen des Kapitäns, seines Assistenten und des Tormannes bekanntgeben. Seine Hauptaufgabe ist jedoch die Vereinfachung und Verfolgung der Spielzüge seiner Mannschaft vor dem Spiel, während des Spiels und nach dem Spiel.
Um Verletzungen vorzubeugen, ist eine umfassende Schutzausrüstung (ähnlich wie beim Eishockey) vorgeschrieben. Da die Torhüter durch auf sie abgefeuerte Schüsse einer erhöhten Gefahr ausgesetzt sind, haben sie eine noch umfassendere Schutzausrüstung als die Feldspieler. Über der ganzen Ausrüstung wird dann das Vereinstrikot getragen. Während des Spiels muss die Ausrüstung korrekt getragen werden, falls nicht, kann der Schiedsrichter eine Zwei-Minuten-Strafe für "unkorrekte Ausrüstung" aussprechen.